
Weitere aus der Serie
CUPID →THE BURDEN OF THE HEART
"Ein malerisches, konzeptuelles Farbfoto, das Amor in einem Moment überwältigter Introspektion darstellt, indem er seine Rolle als Jäger gegen die eines Trägers der schweren Last der Liebe tauscht."
Die Erzählung
In THE BURDEN OF THE HEART inszeniert Arjan Spannenburg eine tiefgreifende Abkehr von seinen charakteristischen kontrastreichen Schwarz-Weiß-Arbeiten, um in einen „Dialog mit der Malerei“ zu treten. Dieses Werk ist ein zentraler Pfeiler derCUPIDOSerie, in der die Farbwahl nicht bloß ästhetisch, sondern streng konzeptionell ist. Durch die Verwendung einer reichen, an Ölfarben erinnernden Palette, die warme, gerötete Hauttöne vor einem tiefen, benzinblauen Waldhintergrund hervorhebt, beschwört Spannenburg das taktile Erbe der Alten Meister herauf und humanisiert damit wirkungsvoll die mythologische Figur des Eros.
Die Erzählung dekonstruiert den klassischen Archetyp des Amor. Nicht länger der schelmische Bogenschütze, wird die Figur in einem Zustand kauernder Verletzlichkeit dargestellt, das Gesicht in den Händen vergraben. Diese Pose signalisiert eine Verlagerung vom äußeren Akt des Pfeileschießens zum inneren Gewicht, sie zu spüren. Der Künstler erforscht die emotionale Temperatur der Adoleszenz und fängt das "Erröten" der Unsicherheit und die überwältigende Komplexität von Gefühlen ein, die Amor normalerweise auf andere entfesselt. Es ist eine visuelle Meditation über die Einsamkeit des Herzens, die andeutet, dass der Liebesbringer nicht immun gegen ihre erdrückende Schwere ist. Das Werk schwingt als zeitlose Studie männlicher Verletzlichkeit mit und hinterfragt, wo der göttliche Mythos endet und der fragile Mensch beginnt.
Visuelle Analyse
Eine vertikale Farbfotografie in Fine-Art-Qualität, die eine junge, hellhäutige männliche Figur zeigt, die in einer grasbewachsenen, waldigen Umgebung kauert. Die Figur ist nackt, bis auf ein weißes Tuch, das um ihre Hüften drapiert ist, und große, strukturierte weiße Engelsflügel, die sich von ihrem Rücken erstrecken. Sie nimmt die Mitte des Bildes ein, ihr Körper ist nach innen gekrümmt, die Hände bedecken ihr Gesicht in einer Geste der Verzweiflung oder tiefen Kontemplation. Die Beleuchtung ist dramatisch und warm und hebt die goldenen Töne ihrer Haut und Haare vor einem dunklen, schattigen Hintergrund aus grüner Vegetation hervor, was den Chiaroscuro-Effekt klassischer Malerei nachahmt.
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Jahr
2025



