
Weitere aus der Serie
STANDALONE FETISH ARTWORKS →WHERE IT CALMS
"Eine provokative monochrome Studie zur queeren Identität und zum psychologischen Rückzugsort durch Fetischästhetik und Gaskamasken-Symbolik."
Die Erzählung
Die Architektonik der Stille
Im Bereich der zeitgenössischen Fotokunst bildet „WHERE IT CALMS“ ein Schlüsselwerk des niederländischen Fotografen Arjan Spannenburg. Dieses Werk ist nicht bloß eine Formstudie, sondern eine tiefgründige Erkundung der Fähigkeit der menschlichen Psyche, Ruhe innerhalb der Grenzen physischer Umschließung zu finden. Für den internationalen Kunstsammler repräsentiert es die Schnittstelle von High-Concept-Fetischästhetik und klassischer Porträtmalerei.
Das Paradox der kontrollierten Hingabe
Auf den ersten Blick,WO ES RUHIG WIRDpräsentiert eine eindrucksvolle Silhouette aus Latex, Leder und Stahl. Doch die Erzählung verlagert sich schnell vom Materiellen zum Metaphysischen. Spannenburg rekontextualisiert die Gasmaske, historisch ein Symbol für Überleben und Feindseligkeit, als Gefäß für sensorische Deprivation.
Indem die äußere Welt ausgefiltert wird, erleichtert die Maske eine radikale Reise nach innen. Spannenburg erforscht ein faszinierendes Paradoxon: dass totale physische Beschränkung eine gewaltige Ausdehnung des mentalen Raums katalysieren kann. Innerhalb dieser „zweiten Haut“ aus Latex ist das Modell seiner sozialen Identität beraubt, es verbleiben nur die rhythmische Wahrheit des eigenen Herzschlags und Atems.
Ich bin fasziniert vom Wendepunkt,sagt Spannenburg.Der exakte Moment, in dem Widerstand in Hingabe übergeht und die Kette aufhört, ein Gewicht zu sein, sondern vielmehr eine erdende Verbindung zur Erde wird.
Eine Studie in Zärtlichkeit und Verletzlichkeit
Spannenburgs Motivation für dieses Werk entspringt dem Wunsch, den "stillen Kern" zu dokumentieren, der in fetischinspirierter Kunst oft übersehen wird. Er bewegt sich jenseits der Klischees von Aggression oder Schockwert und sucht die innhärente Zärtlichkeit, die in absolutem Vertrauen zu finden ist.
Die Wahl eines zerbrechlich wirkenden Modells ist eine bewusste künstlerische Aussage. Sie unterstreicht ein zentrales Thema im Œuvre Spannenburgs: dass wahre Stärke im Mut zur Verletzlichkeit liegt. Die geschlossenen Augen hinter den Glaslinsen sind der ultimative Ausdruck von Vertrauen zwischen dem Künstler und dem Porträtierten.
Visuelle Analyse
Ein Schwarz-Weiß-Studio-Porträt einer Figur, die eine Gasmaske im Vintage-Stil und einen hochglänzenden Latex-Catsuit trägt. Die Hände der Figur sind hinter dem Rücken gefesselt und eine schwere Metallkette hängt von einem Geschirr an der Taille. Die Beleuchtung ist dramatisch und hebt die Texturen des Gummis und die metallischen Details gegen einen weichen, dunklen Farbverlauf-Hintergrund hervor.
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Jahr
2025





