
Weitere aus der Serie
THE STANDALONE MASTERPIECES →INUNDATE
""INUNDATE" ist eine eindringlich schöne Studie der menschlichen Existenz. Sie fängt diesen präzisen Moment ein, in dem das Gewicht unserer inneren Welt die Weite der äusseren Welt widerspiegelt."
Die Erzählung
Licht im Flut der Gefühle finden
Zu schaffenÜBERFLUTEN, Spannenburg wagte sich lange nach Sonnenuntergang in den Wald und trug die Werkzeuge eines professionellen Studios in die unvorhersehbare Wildnis. Indem er tragbare Studioblitze manuell positionierte, "malte" er die Szene sorgfältig mit Licht.
Diese bewusste Technik lässt die Wälder mit chirurgischer Präzision aus der Dunkelheit hervortreten. Der Blitz beleuchtet nicht nur; er isoliert. Er schnitzt das Modell und die umliegenden Kiefern aus der Leere heraus und schafft eine hyperrealistische Bühne, auf der die Grenze zwischen dem "Natürlichen" und dem "Gestellten" verschwindet.
Das Metaphor: Ertrinken ohne Wasser
Der TitelINUNDATEspricht das universelle Erleben des Überwältigtseins an. Manchmal gehen Emotionen nicht einfach durch uns hindurch, sie tauchen uns unter.
Wir alle erleben Momente, in denen wir das Gefühl haben, in unseren eigenen Gefühlen zu ertrinken. Wie eine plötzliche Flut können sie uns blossgestellt und klein vor dem Hintergrund unseres Lebens fühlen lassen. -Arjan Spannenburg
In diesem Bild repräsentiert die Haltung des Modells, eingerollt und schützend, den Zufluchtsort, den wir suchen, wenn die "Flut" einsetzt. Der Wald dient als Metapher für das Unterbewusstsein: dicht, schattig und gelegentlich erhellend.
Visuelle Analyse
Eine breit gefächerte, filmische Fotografie, die Tenebrismus nutzt, um die menschliche Verfassung in einer primordialen Landschaft zu isolieren. Eine hellhäutige Figur sitzt nackt und eingerollt in einer schützenden, fötalen Haltung, zentral positioniert inmitten der vertikalen Geometrie eines dunklen Waldes. Das Motiv ist durch den scharfen, gezielten Einsatz von portablem Studio-Blitz aus der Leere herausgemeisselt, was einen hyperrealistischen Scheinwerfereffekt erzeugt, der die Texturen der Haut gegen die raue Rinde der Kiefern betont. Dieses "gemalte" Licht dient als metaphorischer Schutzraum und beleuchtet einen Moment psychologischer Offenheit. Während die Figur im Vergleich zur dichten, schattigen Kulisse des unterbewussten Waldes klein ist, verwandelt die kontrastreiche Beleuchtung den Waldboden in eine inszenierte Arena, in der die innere "Flut" der Emotion zu einer sichtbaren, greifbaren Präsenz wird.
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Jahr
2019





