
Weitere aus der Serie
COMMON GROUND →ROOTED
"Arjan Spannenburgs ROOTED erforscht die Schnittstelle von queerer Verletzlichkeit und kultureller Entwurzelung unter der alten niederländischen Waldkiefer."
Die Erzählung
Ein Architekturbegriff des Dazugehörens
Wahre Zuflucht ist selten ein Ort; sie ist ein Zustand des Gesehenwerdens.WURZELNDbietet eine visuelle Auseinandersetzung mit dem Gefühl von "Zuhause", indem sie Grenzen herausfordert. Dieses Werk ist ein Manifest, das die Identität – sei sie queer, kulturell oder religiös – nicht als einen festen Punkt auf einer Landkarte, sondern als ein lebendiges, atmendes Wurzelsystem betrachtet. Entstanden ist es, um die Erzählung von "uns gegen die" aufzulösen und einer klaren, schönen Realität Platz zu machen: dass unsere gemeinsamen Verletzlichkeiten der einzige Boden sind, auf dem wahrer Frieden gedeihen kann.
Die Erzählung: Gemeinsamer Boden in den Dünen
In der kargen Weite der niederländischen Dünen treffen sich zwei Welten unter den Ästen einer Schottischen Kiefer. Arjan Spannenburg nutzt kontrastreiches Schwarz-Weiß, um die Ablenkungen der Farbe zu entfernen und nur die rohe Geometrie einer Begegnung zurückzulassen.
Der Baum, mit seinen freigelegten und verwitterten Wurzeln, dient als Spiegel für die Figuren: Er steht fest im sich wandelnden Sand, so wie der menschliche Geist Halt in einer sich verändernden sozialen Landschaft finden muss. Indem Spannenburg die Figur in traditioneller nahöstlicher Kleidung, die eine oft nicht vollständig verstandene Welt symbolisiert, und den verletzlichen Protagonisten zusammenbringt, schafft er einen "Gemeinsamen Nenner". Dies ist ein Raum, in dem das Trauma der Diskriminierung, das sowohl die LGBTQ+- als auch die muslimische Gemeinschaft tief empfindet, anerkannt und dann durch Nähe transformiert wird.
Der Artefakt: Resilienz im Monochrom
VERWURZELTist eine 80 x 120 cm große, aussagekräftige Fotokunst über Widerstandsfähigkeit. Dem Betrachter begegnet eine tiefe Stille. Der dunkle, strukturierte Stoff der Kleidung fungiert als schützende Hülle gegen den blassen, unendlichen Horizont der Dünen.
Für die internationale Kunstsammlerin, den internationalen Kunstsammler bietet dieses Werk mehr als bloße ästhetische Schönheit; es bietet einen Dialog. Es ist eine kultivierte Auseinandersetzung mit multikultureller Integration und der psychologischen Suche nach Sicherheit. Es spricht die Kuratorin, den Kurator an, die, der Kunst als Brücke wertschätzt, als Mittel, den "Gemeinsamen Boden" zu finden, der jenseits der Grenzen unserer Unterschiede existiert.
Visuelle Analyse
Eine hochkontrastierte Schwarz-Weiß-Landschaftsfotografie im breiten Rechteckformat (Querformat). Links umarmen sich zwei Figuren, eine rückenfrei und eine schwer drapiert, in einer weiten, sandigen Düne. Rechts dominiert eine große, verwitterte Schottische Kiefer mit sichtbaren, sich ausbreitenden Wurzeln den Bildraum vor einem dramatischen, bewölkten Himmel und einer entfernten Baumgrenze.
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Jahr
2023

