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Hinter den Kulissen

Die Entstehung des Heiligen Sebastian: Verletzlichkeit in der Natur gefasst

Spannenburg.Art, Almere, Niederlande

Dieser Artikel beleuchtet den Entstehungsprozess von Arjan Spannenburgs Saint Sebastian, und erkundet, wie ein kalter, nebliger Tag und unerwartete Begegnungen mit der Öffentlichkeit zu einer tiefgründigen Studie menschlicher Verletzlichkeit beitrugen. Durch die Analyse des Zusammenspiels von Umgebungsherausforderungen und technischer Präzision hebt das Werk den Übergang von einem rohen konzeptionellen Shooting zu einem hoch bewerteten Kunstwerk hervor, das auf bedeutenden internationalen Kunstmessen wie der PAN Amsterdam präsentiert wird.

Technische Beleuchtungseinrichtung (mit Lichtern von PROFOTO) für die Entstehung von SAINT SEBATIAN von Arjan Spannenburg während einer professionellen Kunstfotografie-Session im Wald.

Die Konzeption des Martyriums war schon lange ein Brennpunkt der Kunstgeschichte und diente als mächtiges Prisma zur Erkundung der menschlichen Verfasstheit. In der zeitgenössischen Neuinterpretation des Heiligen Sebastian taucht der Künstler Arjan Spannenburg in die tiefen Schichten der Verletzlichkeit und des äußeren Einflusses ein. Der Schaffensprozess, eingefangen an einem düsteren und nebligen Tag im Juli 2021, offenbart, wie die Umgebung und unerwartete Begegnungen das endgültige künstlerische Schaffen prägen.

Die atmosphärischen Bedingungen des Tages, geprägt von Regen und eisiger Kälte, entsprachen nicht der erwarteten sommerlichen Wärme. Doch für einen Berichterstatter, der die Schnittstelle von Technik und Absicht beobachtete, verstärkten diese Elemente die Erzählung. Die feuchte Rinde der Bäume und der graue Schleier des Nebels boten eine natürliche Leinwand, die den rohen, entblößten Zustand des Subjekts widerspiegelte.

Die Essenz der Verletzlichkeit

Der Kern dieses Projekts liegt in der universellen Erfahrung der Entblößung, einem Gefühl, das viele in unterschiedlichem Maße teilen. Indem er ein fast nacktes Modell, Max, in einer isolierten Waldlichtung positioniert, zwingt Spannenburg zu einer Konfrontation mit der Zerbrechlichkeit des Selbst. Diese körperliche Verletzlichkeit wurde einem buchstäblichen Härtetest unterzogen, als die tiefgreifende Stille des Shootings jäh durch eine surreale Gegenüberstellung unterbrochen wurde.

Während Max gefesselt und zitternd in einem inszenierten Martyrium verharrte, drangen hohe Stimmen durch den Dunst. Aus dem dichten Baumrand trat eine Schar von Pfadfindern hervor, deren spielerischer Fokus auf einer Schatzsuche einen starken Kontrast zur rohen, an die Eiche gefesselten Gestalt bildete. Diese unerwartete Begegnung zwang zu einem Moment der völligen Hingabe; als die Kinder vorbeigingen, ahnungslos der Kunst, die in ihrer Peripherie geschaffen wurde, wurde die Isolation des Moments sowohl zerschmettert als auch geheiligt. Dies dient als kraftvolle Metapher für die menschliche Verfassung, in der unsere privatesten Offenbarungen oft nur einen Herzschlag entfernt von der alltäglichen Gleichgültigkeit der Außenwelt existieren.

Technische Vorbereitung trifft auf unvorhersehbare Elemente, während das Team professionelle Beleuchtung nutzt, um die skulpturale menschliche Form im feuchten Waldinneren zu definieren.

Technische Präzision inmitten der Elemente

Hinter der stimmungsvollen Bildsprache verbirgt sich ein konsequenter technischer Ansatz. Die Zusammenarbeit mit Assistent Ricardo stellte sicher, dass trotz des flachen Lichts eines regnerischen Morgens die skulpturalen Qualitäten der menschlichen Form definiert blieben. Der Einsatz von künstlicher Beleuchtung in einer wilden Umgebung erfordert ein feines Gleichgewicht, um die Integrität des atmosphärischen Nebels zu wahren und gleichzeitig den konzeptionellen Fokus hervorzuheben.

Das fertige Kunstwerk Saint Sebastian, ausgestellt auf der internationalen Kunstmesse PAN Amsterdam am Stand der Zerp Gallery.

Die während dieser Sitzungen investierte Energie ist eine entscheidende Komponente des fertigen Werks. Diese unsichtbare Anstrengung überträgt sich in eine visuelle Stärke, die den Betrachter einlädt, seine eigene Widerstandsfähigkeit in der dargestellten Verletzlichkeit zu finden. Das entstandene Werk wurde schließlich auf der renommierten PAN Amsterdam der Öffentlichkeit präsentiert und markierte damit seinen Übergang von einem kalten Waldboden zu den kuratierten Wänden der Zerp Galerie.

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Externe Quellen

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